Archiv der Kategorie ‘Konsumgüter‘

Männer und Kinder zuerst beim Schuhhaus Leiser!

Dienstag, den 11. August 2009

Als Mann ist man es gewohnt, dass einem in erster Linie die nicht so attraktiven Räume zugeteilt werden. Im Haus sind es meist der Keller, die Garage und der Dachboden. Aber auch in Kaufhäusern sind wir es gewohnt, weitere Wege zu höheren Etagen oder in den Keller in Kauf zu nehmen. Zumindest in allen Kaufhäusern, die ich kenne, ist das so. Besonders auffällig ist es allerdings in Schuhläden, in denen Männer und Kinder in den Keller verwiesen werden.

Meine Vermutung ist es, dass dieses der Tatsache geschuldet ist, dass die meisten Geschäfte von Männern konzipiert werden und man, ganz Gentleman-like, es den Damen möglichst einfach machen will. Keine Treppen laufen. Keine langen Wege gehen. Bisher schien das niemand in Frage zu stellen.
Ich auch nicht.

Bis vor einer Woche, als ich in Erfurt am Laden von Leiser vorbeikam. Hier ist es genau umgekehrt: Herren- und Kinderschuhe findet man im Erdgeschoss und Damenschuhe im 1.OG. Verdrehte Welt, dachte ich und war neugierig zu erfahren, warum das so sei. War es Zufall oder stand dahinter eine strategische Überlegung? Die Antwort des Verkäufers war: „Es ist deshalb so, weil Männer zur Faulheit neigen, sie eher spontan für eine Schuhkauf animiert werden müssen und es ihnen deshalb so einfach wie möglich zu machen ist. Ganz anders bei den Frauen. Die gehen mit einer sehr genauen Vorstellung auf Schuhsuchs und  sind (Anmerkung des Verfassers: manchmal) so Schuhversessen, dass sie dafür bereit sind auch Treppen zu steigen und weitere Wege in Anspruch zu nehmen“. Die Aussage hat mich fasziniert und verwundert.

Ich habe diese Aussage noch nicht verifiziert, aber was dahinter steht ist das in Frage stellen eines Prinzips und ein damit verbundener Paradigmenwechsel. Ein Laden wird aus Sicht des Kunden und dessen Motivation und Kaufwahrscheinlichkeit eingerichtet wurde, und nicht weil es schon immer so war! Was kann man vom Schuhhaus Leiser in Erfurt lernen? Dass man sich (hier sprichwörtlich zu nehmen) in die Schuhe des Kunden versetzten sollte und selbst nachdenkt bevor man ein Paradigma einfach übernimmt.

Wissen Sie eigentlich warum Frauen Pumps tragen? Damit sie näher bei Gott sind.

Bei Hussel ist am 15.12. Weihnachten

Montag, den 15. Dezember 2008

Heute ist der 15. Dezember und heute ist Weihnachten! Woher ich das weiss? Daher, dass ich heute beim Adventskalender das grösste Türchen aufmachen durfte. Und da dieses bekanntlich immer an Heiligabend der Fall ist, muss heute Weihnachten sein. Das gilt zumindest für alle, die, wie ich, einen Adventskalender von der Spitzenmarke Hussel besitzen. Ich habe darüber nachgedacht, warum Hussel die 15 auf die grosse Doppeltür gedruckt hat und die 24 auf ein normales, kleines Türchen. Meine Recherche bei Wikipedia (link) hat nichts ergeben auch nicht bei der Suche in der Historie des Adventskalenders (link). Also denke ich, dass es einfach ein Fehldruck bei Hussel war und sie es entweder nicht gemerkt haben oder es ihnen schlicht egal war. Ich habe mich dazu entschieden, das 24. Türchen heute aufzumachen, weil ich lieber das grosse Schokostück dann an “meinem” heiligen Abend (also dem normalen Kalender nach am 24. Dezember und dem Hussel Kalender nach am 15.) esse als heute. So gesehen habe ich nun doch heute schon Weihnachten.